Bei einer Stammzelltherapie werden körpereigene Stammzellen aus dem Knochenmark oder Fettgewebe entnommen und in ein Zielgewebe, z.B. ein abgenütztes Kniegelenk, gespritzt. Dort unterstützen sie die Bildung von neuem und gesundem Gewebe und stoßen somit den Heilungsprozess an. Aber wie gut wirkt eine Stammzelltherapie wirklich und mit welchen Erfolgen kann man rechnen?

Das Institut für Regenerative Medizin hat sich auf die Behandlung von degenerativen Erkrankungen durch Stammzellen spezialisiert, also Krankheiten, die durch die Abnutzung und Alterung von Zellen entstehen. Dazu zählen beispielsweise Gelenksabnützungen oder Erkrankungen von Gehirn und Nerven. Mit über 1.000 durchgeführten Stammzelltherapien zählt das Institut zu den weltweit führendenden auf diesem Gebiet. Die Expertise der Ärztinnen und Ärzte spiegelt sich nicht nur in zahlreichen wissenschaftlichen Publikationen wider, sondern auch in eigens durchgeführten Studien.

Studie zeigt: Stammzelltherapie reduziert Schmerzen signifikant

In einer davon wurden 60 Patientinnen und Patienten zwei Jahre lang begleitet, um die Erfolge der Stammzelltherapie festzuhalten. Die Studienteilnehmenden waren im Schnitt 64 Jahre alt, haben seit über 10 Jahren Beschwerden und waren konservativ ausbehandelt. Das bedeutet, dass man sprichwörtlich „nichts mehr für sie tun konnte“. 

 

Die Studie zeigt folgende Ergebnisse:

diagnose athrose
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Bei 78 % der Teilnehmenden mit höchstgradiger Abnützung (Grad IV Arthrose) zeigte sich eine signifikante Schmerzreduktion und Verbesserung der Beweglichkeit (Schulnoten 1-4). Bei 22 % der Patientinnen und Patienten konnte kein ausreichender Therapieerfolg erzielt werden. Damit ist die Stammzelltherapie nicht so effektiv, wie z. B. eine Knie- oder Hüftprothese, die bei 95 % oder 97 % der Patientinnen und Patienten auch nach 10 Jahren noch zu Verbesserungen führt.

 

Der IKDC Knee Untersuchungsscore konnte durch die Therapie von 70 auf 91 gesteigert und der WOMAC Schmerzscore von 23 auf 3 gesenkt werden. Diese Ergebnisse sind besser als der internationale Vergleich, da das Institut für Regenerative Medizin ein spezielle Technik einsetzt.

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Die Erfolge der Stammzelltherapie lassen sich nicht nur in Zahlen fassen, sondern sind auch im MRI ersichtlich (links eine Abbildung vor der Therapie, rechts danach).

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Wieso wirkt eine Stammzelltherapie?

Stammzellen sind pluripotente Zellen, also Zellen, die sich in jedes gewünschte Gewebe verwandeln können, zum Beispiel Knorpelgewebe oder Narbengewebe.

Die Natur hat es von sich aus so eingerichtet, dass diese Stammzellen bei einer schweren Verletzung automatisch an den Ort des Geschehens gebracht werden, um dort zu unterstützen. Bei einem Knochenbruch quellen sie beispielsweise direkt aus dem Knochenmark und leiten die Heilung ein.

Degenerative Erkrankungen, wie Gelenksabnützungen oder Erkrankungen von Gehirn und Nerven, haben nun ein gemeinsames Problem: Sie sind vom restlichen Blutkreislauf entkoppelt. So ist zum Beispiel bei den Gelenken der Knorpel nicht durchblutet, sondern dieser wird durch Diffusion von der Gelenksflüssigkeit ernährt. Die Stammzellen kommen also nicht „auf dem natürlichen Wege“ zu ihrem Zielgebiet, um dort ihre heilende Wirkung zu entfalten.

Genau hier setzt die Stammzelltherapie an. Das Institut für Regenerative Medizin gewinnt durch Punktion Stammzellen aus dem Knochenmark vom Beckenkamm oder aus dem Bauchfett und setzt diese in der betroffenen Region, z.B. im Kniegelenk, ein. So wird der natürliche Heilungsprozess in Gang gesetzt und es kann sich gesundes Gewebe nachbilden.

Wie läuft ein Eingriff ab?

Der Eingriff findet ambulant im Schlummerschlaf statt und dauert ca. eine Stunde. Man atmet spontan und wird nicht intubiert – vergleichbar mit einer Gastroskopie. Am darauffolgenden Tag kann man regulär arbeiten gehen. Bis der gewünschte Effekt eintritt dauert es in etwa 3 Monate. Nach 6 bis 12 Monaten ist das Maximum erreicht und nach wenigen Jahren lässt die Wirkung oft wieder nach. Allerdings kann der Eingriff problem- und gefahrlos wiederholt werden.

Weiters muss gesagt werden, dass in Österreich und der EU strenge Vorschriften gelten und die Zellen mit besonderer Sorgfalt behandelt werden müssen. Sie dürfen beispielsweise nicht manipuliert werden. Im Institut für Regenerative Medizin werden keine Hormone oder Wachstumsfaktoren zugesetzt, sodass die Nebenwirkungen minimal sind und Krebs nicht ausgelöst werden kann, wie dies bereits in anderen Einrichtungen im Ausland geschehen ist. Es wird empfohlen, eine Stammzelltherapie ausschließlich in Instituten durchzuführen, die eine sanitätsbehördliche Berechtigung vorweisen können.

 

Sie sind an einer Stammzelltherapie interessiert? Wenn Sie Fragen haben, rufen Sie uns unter + 43 316 908204-11 an. Wir beraten Sie gerne, ob auch Sie für eine Stammzelltherapie in Frage kommen. Dafür bereiten Sie am besten schon einmal die Fragen unter „Bin ich der richtige Patient" vorab vor. Oder füllen Sie einfach online unser Kontaktformular aus.